Diesmal handelt es sich nicht um spezielle Hand- und Fußarbeit in der Yogapraxis, über die ich euch schreiben möchte, sondern um „extreme“ Eindrücke auf Yogareisen. Als wir heute morgen hier in Goa mit unserer Morgenpraxis zum Ende kamen, wurde ich von einem warmen und hochzufriedenen Gefühl durchflutet. Das Üben, und nicht nur das, sondern das Gesamte hier, ist kaum zu beschreiben schön und intensiv.

Durch die Umgebung (dem oft erwähnten „indischen Flair“) werden wir sowohl äußerlich als auch innerlich geschmeidig. Das Sitzen am frühen Morgen fühlt sich mehr wie ein inneres Bedürfnis an, als ein Teil unseres Tagesprogramms. Obschon wir einem täglichen Ablauf folgen, scheint Zeit keine Rolle zu spielen und schon allein dieses Erlebnis ist jenseits jeder Beschreibung. Alle hier in diesem Retreat Center sind darum bemüht (in einer sehr natürlichen Art und Weise), dass es uns gut geht.

Schon nach einigen Tagen fällt etwas ab von uns, was im täglichen Alltag häufig noch nicht einmal wahrgenommen ist. Spannung und inneres Getriebensein. Und wenn diese Dinge von einem abfallen oder weniger werden, kommt etwas zum Vorschein, was nicht immer willkommen ist. Weil ungewohnt, fühlen wir uns manchmal ohne Halt und ohne Führung. Es ist ein lohnendes Experiment, sich darauf einzulassen. Jenseits von diesen doch so bemerkenswerten inneren „Erscheinungen“, gibt es eine Vielzahl von wirklich schönen äußeren Gründen hier zu sein: mit Liebe zubereitete indische Mahlzeiten, Langeweile am Pool, ayurvedische Massagen, Ausflüge in die Umgebung (Strand, Shoppen, Wochenmarkt, Tempelbesuche…) und natürlich Begegnungen mit den Menschen. Abends nach dem Üben gibt es Mantrasingen mit Harmoniumbegeitung, wenn wir wollen.

Auch die anderen werden offener und entspannter und neue Verbindungen ergeben sich. Ich schreibe euch all dies, weil ich euch neuGIERIG machen möchte, dieses Erlebnis hier 2021 (10.-20.02.21)  mit uns zu teilen. Rechtzeitige Anmeldung ist erforderlich und es ist eine Early-Bird-Vergünstigung im Angebot (20% Frühbucherrabatt), wenn ihr euch bis Ende Februar 2020 entscheidet. Geht in euch und macht eure Jahresplanung 2021. Ich würde es auf alle Fälle noch einmal wagen mit euch!

Wir freuen uns auf euch!
Namaste
Monika

Ravi Ravindra
Ich habe Ravi Ravindra am 7. September ins Yogashala eingeladen. Der Schwerpunkt des Abends sollte das In-Augenschein-Nehmen des 2. Patanjali Sutra: „yogash-chitta-vritti-nirodhah“ sein. Auf meiner „spirituellen Reise“ bin ich bereits vor vielen Jahren auf Ravi Ravindra gestoßen. Sein Werdegang und die Art und die Ausdauer seiner Suche wirkten wie ein Ruf in mir. Wenn er spricht, ruft es den Eindruck von Wahrhaftigkeit und innerer Verbundenheit hervor. Viele seiner Bücher sind mir wichtige Begleiter geworden. Insbesondere auch sein Kommentar zu den Patanjali-Sutren. Zum ersten Mal ist in meinen Augen bei diesem historischen Text ein Brückenschlag zum westlichen Leben – zu meinem eigenen Leben – gelungen. Ich habe mich sehr gefreut, ihn hier begrüßen zu dürfen und bin sicher, dass es im nächsten Jahr eine Fortsetzung geben wird.

Interview mit Ravi Ravindra von Doris Iding

Doris Iding: Als Erstes möchte ich mich für die Meditation gestern Abend bedanken. Sie war wunderschön. Was mir besonders gut gefallen hat war, dass Sie so viele Pausen zwischen den einzelnen Sätzen gemacht haben und damit das Heilige eingeladen haben, da zu sein. Denn meistens versuchen wir die Pausen mit Worten oder Gedanken zu füllen. Dann hat das Heilige aber gar nicht die Möglichkeit, sich zu zeigen. Ich möchte gerne mit Ihnen über das Heilige sprechen. Sie haben auch gesagt, dass das Heilige die ganze Zeit da ist. Können Sie bitte mehr dazu sagen.

Ravi Ravindra: Jede Religion sagt, dass Gott im ganzen Universum vorhanden ist. Das heißt, er ist überall. Und das heißt auch, dass er hier in diesem Raum ist. Denn dieser Raum ist auch Teil des ganzen Universums. Es ist egal, wie wir es bezeichnen ob Gott, Krishna, Allah. Jede Religion hat ihre eigene Sprache es auszudrücken. Aber sie alle sagen, dass es überall ist und dass es subtil ist. Und wenn ich mir bewusst mache, dass – nennen wir es das Göttlichen – wie kann ich mich davon berühren lassen. Ich kann es nicht kontrollieren. Denn dann würde es bedeuten, dass ich mächtiger bin als dieses Kraft. Aber ich kann diese Kraft einladen. Das ist auch die Absicht des Gebets. Nicht so, dass wenn es mir schlecht geht, ich sie anrufe und sie mir hilft. Nicht diese Art des Gebets. Es ist eher die Art des Gebets, in der ich Raum mache für Krishna oder das Göttliche, für seinen eigenen Zweck. Jede spirituelle Tradition sagt dies und hat dies zum Ziel. Ich habe mich selbst nicht geschaffen, sondern eher eine subtile Energie. Eine spirituelle Energie braucht einen Körper, um sich ausdrücken zu können. Es ist nicht so, dass mein Körper diese Seele hat, sondern das die Seele den Körper hat. Man kann darüber reden, aber in dem Moment, in dem Du es wirklich fühlst, fängt man sich mehr und mehr dafür zu interessieren.

Welche Handlung braucht oder will die Seele? Die Art und Weise, wie es häufig beschrieben oder ausdrückt wird, ist, dass die Seele anzeigt, dass die manchmal wird es ausgedrückt als Seele, die Verbindung ist zwischen dem Göttlichen und dem Körper. By higher nature…..??? da sind wir mittendrin.
Ich kann mich verhalten wie ein Tier. Denn die meiste Zeit werden wir getrieben von unseren körperlichen Bedürfnissen: Hunger, Sex, Vergnügen etc. Schlafen, Essen etc. Aber da ist ja auch das Bedürfnis der Seele. Normalerweise drückt es sich aus in Momenten starker Gefühle. Zum Beispiel in dem Moment, in dem jemand stirbt, der mir sehr nahe ist. Oder wenn ein Kind geboren wird. Es kann sich in großer Freude äußern oder in großer Traurigkeit. Tiefe Gefühle führen dazu, dass unser Geist für einige Zeit still wird.

D. I.: Ich möchte gerne auf Pranayama zu sprechen kommen. Pranayama ist doch eine Möglichkeit, diesen Raum zu öffnen, oder?

R. R.: Prana wird normalerweise im Englischen mit breath übersetzt. Das Wort breath hat aber die Bedeutung verloren, dass es eigentlich die subtilen Energien beinhaltet. Prana ist auch im chinesischen Wort Chi enthalten. Viele Menschen sind vertrauter mit dem Begriff Chi als mit dem Wort Prana. Eigentlich hat Pranayama auch weniger zum Ziel den Atem zu kontrollieren, sondern es hat vielmehr zum Ziel, den Atem zu regulieren.
Was genau ist der Unterschied zwischen regulieren und kontrollieren? Ich erlebe immer wieder, dass die Yogapraktizierenden glauben, sie müssten den Atem kontrollieren, aber durch werden sie oft angespannt und dadurch wird die Möglichkeit, Atman zu erfahren, kleiner. Dies ist ein wichtiger Punkt. Es ist wichtig, dass wir dieses Prinzip verstehen. Wem immer ich meine Aufmerksamkeit schenke, es ändert seine Qualität und seine Beziehung zu mir. Zum Beispiel atmen wir die ganze Zeit, aber wir sind uns dessen nicht bewusst. In dem Moment, in dem ich mir bewusst werde, dass ich atme, verändert sich die Qualität meines Atems. Wenn ich sage „regulieren“, dann bedeutet dies, dass ich mir dessen erst einmal bewusst werde. Dieses Gewahrsein kommt von einem höheren Bewusstsein. Von einem höheren Level aus kann es sich verändern. Wenn ich mir meines Atems bewusst werde, wird es die Qualität meines Atems verändern. Das hat aber mit Kontrolle nichts zu tun. Wenn ich ihn kontrolliere, dann habe ich eine Idee davon und glaube, tiefer atmen zu müssen etc. Es wird künstlich. Ich kann es eine Zeitlang kontrollieren, aber komme dann zum gleichen Level zurück.
Albert Einstein hat einmal gesagt, dass es auch Probleme in der Physik gibt und er hat auch gesagt: Ein Problem kann nicht auf der gleichen Stufe gelöst werden wie sein Ursprung. Wenn ich versuchen würde, es auf der gleichen Ebene zu lösen, dann passiert das, was mit Kontrolle gemeint ist.

Ich würde sogar noch eher sagen, dass es auch mit dem Betrachten so ist. Wenn ich betrachte, dass ich ärgerlich bin oder eifersüchtig. Stück für Stück findet eine Transformation statt. Wir sollten es betrachten, nicht mit dem Wunsch, es zu kontrollieren, sondern mit dem Wunsch, zu sehen. Das gilt sogar für den Teufel! Wenn Du den Teufel verstehen möchtest, dann musst du ein Interesse daran entwickeln. Dann wird der Teufel dir helfen (lacht).

Bezüglich Prana, Atem oder Chi gibt es etwas, was wichtig ist zu verstehen. Ich weiß nicht, ob Sie sich dessen bewusst sind, aber in der Bibel, im Buch Genesis steht: Gott schuf den Menschen. Dann hauchte er ihnen seinen eigenen Atem ein, um sie zum Leben zu erwecken. Die Tatsache, dass ich lebe, spiegelt sich in der Tatsache, dass ich atme. Und in dem Moment, in dem ich aufhöre zu atmen, sterbe ich. Der Atem ist schlechthin der Ausdruck des Lebens und kommt von der höchsten Ebene. Du kannst es Gott nennen, wenn du möchtest. Das bedeutet, dass Prana, Chi oder der Atem die Verbindung zum Göttlichen ist.

D. I.: Warum ist es so schwer für uns, diesem Gewahrsein Raum zu schenken. Ich habe immer das Gefühl, das ein Punkt kommt, an dem wir diese Liebe, dieses Göttliche nicht mehr aushalten und weggehen davon.

R. R.: Das ist eine Sache der Praxis. Selbst jeder Künstler hat eine tiefe Einsicht und dann malt er wieder Standardbilder. Wir sind so damit beschäftigt, unser Leben zu bestreiten, Geld zu verdienen, besser zu sein als der andere, dass wir uns gar nicht die Zeit nehmen, auf unsere wahre Natur zu hören. Unser Verstand versucht, das zu analysieren, was gerade passiert und dann verlieren wir den Kontakt. Wenn wir zum Beispiel einen schönen Sonnenuntergang sehen, dann versuchen wir auch nicht, ihn zu verstehen. Wenn wir ein bisschen trainierter sind und es ist letztlich der Grund jeder spirituellen Praxis, den Körper und den Geist zu trainieren, ein bisschen zu entspannen. Wenn wir versuchen, nicht mehr so viel in der Welt umherzulaufen, und stattdessen zur Ruhe zu kommen, dann tun wir unseren Teil und lassen Krishna den Rest tun. Das hört man auch immer wieder von Wissenschaftlern. Sie arbeiten hart und dann, wenn sie sich entspannen und einen Spaziergang machen, kann es sein, dass sie dabei eine wichtige Einsicht haben. Das heißt, wir tun unser Bestes und dann erlauben wir etwas Größerem, das seine zu tun.

D. I.: Was würden Sie uns Deutschen den raten, was können wir tun, um mehr Zugang zum Göttlichen zu bekommen, anstatt Yoga und Pranayama zu machen.

R. R.: Sie dürfen nicht vergessen, dass die Deutschen großartige Philosophen hervorgebracht haben. Ich bin ein großer Fan von Einstein. Sie wissen ja, dass ich Physiker bin. Einstein wurde immer wieder gefragt, ob Kreativität Gnade ist oder eher die Frucht von harter Arbeit. Er meinte, dass es natürlich Gnade ist, aber dass man dafür vorbereitet sein muss. Es betrifft aber nicht nur die Deutschen, sondern alle Menschen. Auch die Inder.

Und immer wieder müssen wir uns fragen. Warum bin ich hier? Das müssen wir uns fragen, um unserer Seele gerecht zu werden. Was ist die Bedeutung meiner Existenz? Es ist nichts schlechtes daran, Geld zu verdienen, erfolgreich zu sein, Spaß zu haben etc. Aber wir sollten uns immer fragen: Warum bin ich hier? An Leistung ist nicht schlechtes, aber wir müssen auch das immer hinterfragen. Die Studenten werden gelehrt, konkurrenzfähig zu werden. Auch wenn man Krisnamurti hört, so hat er nichts gegen Leistung, aber ist doch dafür, dass man mehr nach innen geht.

Wenn ich einen Ratschlag erteilen kann, dann ist es der, sich Gleichgesinnte zu suchen. Das ist in meinen Augen die größte Hilfe.

D. I.: Vielen Dank für das Interview!

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Am 20. August 2014 ist B.K.S. Iyengar in Pune, Indien, verstorben. In einem Artikel im Magazin „Abhyasa“, das vom IYD herausgegeben wird, nehme ich Abschied von Guruji und schildere meine persönlichen Erfahrungen an diesem und den folgenden Tagen in Pune:

Pune – 20. August 2014

Ich wachte nachts um drei Uhr auf. Irgendwie konnte ich nicht schlafen. Ich kann oft nicht gut schlafen in Pune. Zu viele Eindrücke, fremdartige Geräusche, Mosquitos, irgendwas ist immer. Diese Nacht war ich einfach nur schlaflos für eine Stunde. So gegen vier Uhr dann, schlief ich wieder ein.
Am nächsten Tag war Mittwoch – womens class um halb zehn. Ich fuhr rechtzeitig mit der Riksha Richtung Model Colony zum RIMYI. Als wir dem Institut näher kamen, sah ich schon von Weitem viele Menschen vor dem Grundstück auf der Straße stehen. Tief in mir ahnte ich, dass etwas passiert sein musste, etwas Ungewöhnliches – und im zweiten Augenblick wusste ich auch sofort dass Guruji gestorben war…

Alle Menschen zogen bereits am Eingang zum Grundstück ihre Schuhe aus. Einige standen am Rand, wie eine Art Spalier, links und rechts seitlich des Weges nach hinten Richtung Eingang, zum Privathaus der Iyengars. Abhijata stand vor dem Haus. Ihr junges, offenes Gesicht besonders berührend.
Es benötigte keine Worte, in den Gesichtern der Menschen stand es geschrieben. Überwältigt von der Tragweite dessen, was geschehen ist, waren die meisten der anwesenden Schüler, Lehrer, Angestellte und Kondolenzbesucher offen und weich in ihren Gesichtern.

Wir durften alle, einer nach dem anderen, uns persönlich von Guruji verabschieden. B.K.S.Iyengar war um 3:15 h gestorben und seit morgens um sechs, als sein Leichnam vom Krankenhaus zurück gebracht wurde, kamen die Besucher, Schüler, Verwandte und Freunde, um ihm ihre letzte Aufwartung zu machen. Um ihn noch einmal zu sehen, sich von ihm zu verabschieden.

Im ersten Raum vom Privathaus der Iyengars saß Gita Iyengar in ein weißes Gewand gekleidet, gleich rechts auf einem großen Holzstuhl. Ihr Gesichtsausdruck war unglaublich eindrucksvoll für mich. Ernst, gefasst und zugleich ganz offen und weich und wie geläutert. Sie war bereit, jedem der es wollte, die Hand zu geben und die Trauerbekundungen entgegenzunehmen. Sie strahlte Güte und trotz der schwierigen Situation eine besondere Gelassenheit auf mich aus. Einige andere Verwandte waren ebenfalls im Raum, ein ruhiges, aber ständiges Kommen und Gehen.

Dann ging man links in den Raum, wo Guruji in weiße Tücher gewickelt auf dem Boden lag. Eine schmale Silhouette, mit vielen Blumenketten und einer Menge einzelner bunten Blüten bedeckt, fragil anmutend, zart fast und doch mit einer ungeheuer kraftvollen Ausstrahlung. Räucherstäbchen und Kerzen am Kopfende.

Zu seinen Füßen am Boden sitzend sein Sohn Prashant. Als wäre er schon immer da gesessen, zu den Füßen seines Vaters. Wachend, begleitend, einfach anwesend! Ein sehr berührender Augenblick.

Es war die Reihe an mir. Viele waren vor mir, hatten den Raum bereits wieder verlassen und viele standen hinter mir, um sich von Guruji zu verabschieden
Niederkniend verbeugte ich mich vor dem großen Meister. Alle Dankbarkeit, die in mir lebte, bündelte sich für einen Augenblick in dieser Verbeugung. Etwas Großes war geschehen: Guruji B.K.S.Iyengar war dabei, diesen Körper, der ihm so viele Jahrzehnte als Instrument, Tempel, Forschungsfeld und Wohnstätte seines ungewöhnlichen Wesens gedient hat, zu verlassen. Ein unglaublich ergreifender Moment.

Wieder vor dem Haus mit all den anderen fühlte ich mich wie in einer großen Familie. Die Blicke trafen sich, warm und wissend, obwohl man sich gar nicht wirklich kannte. Umarmungen, wie kleine Stützen, ein Gefühl von Zusammengehörigkeit unter diesen ganz besonderen Umständen.

Mittlerweile war am Tor schon die Mitteilung angebracht worden, dass die Verbrennung um 13:30 Uhr im Vaikunth Cremation Sadashiv Peth, stattfände.

Bestimmt zwei Stunden saß ich am Rand der Hofeinfahrt zum Institut auf der Mauer. Ein paar Worte mit Stephanie Quirk, Blicke, die sich kreuzen und eine nicht mehr endende Flut von Menschen, die Guruji ihre letzte Ehre erweisen wollen. Jung und alt, reich und arm, krank, gebrechlich……man hatte den Eindruck, ganz Pune war auf den Beinen. Es kamen so viele Menschen, dass Gurujis Körper erst gegen halb vier Uhr am Krematorium eintraf.
Eine friedliche und ganz spezielle Stimmung an diesem Ort. Über vereinzelte Lautsprecher war leise Musik zu hören und wie überall, wenn nicht vom Motorenlärm überlagert, Vogelgeräusche. Die gehören eindeutig zum indischen Eindruck für mich, diese exotischen Vogelstimmen.

Die Bambustrage wurde aus der Ambulanz gehoben und zum Verbrennungsplatz getragen. Die männlichen Familienmitglieder der Iyengars dicht bei Guruji, mit bloßem Oberkörper und in Dhotis gekleidet, die Bramanenkette über dem Rumpf. Der Hauspriester hatte die Fäden in der Hand. Er stimmte die Gebete und Gesänge an und gab Anweisungen für die einzelnen Handlungen. Eine Choreographie von Bewegungen und Ritualen, bis der Leichnam irgendwann anfing zu brennen.
Dann verließen die Frauen der Familie, Geeta und ihre Schwestern, den Ort.
Man verwendete Sandelholz zum Brennen und immer wieder wurde Ghee in die Flammen gegossen. Einmal musste Prashant einen großen Tonkrug mit Wasser auf seinen Schultern um das Feuer tragen. Drei mal, und beim vierten Mal warf er ihn hinter sich auf den Boden und der Krug zerbarst. Auch wenn ich nicht wusste, was genau all das bedeutet, fühlte ich mich mit eingebunden in diese Totenfeier. Mindestens 300 Menschen, Inder, Schüler aus aller Welt, und sogar mehrere Fernsehteams waren anwesend.
Ein einmaliger Augenblick und eine große Hilfe, diesen großen Verlust zu verkraften.

Ich bin glücklich, dass ich dabei sein durfte, obschon ich spüre, dass eine Lücke hinterlassen wurde.

Ich bin nicht eine von den Schülern, die schon über Jahrzehnte ans Institut kommen und fast eine persönliche Beziehung zu Guruji hatten. Vor zwei Jahren habe ich ihn zum ersten Mal beim üben im RIMYI gesehen und wenn er im Raum war, war die Atmosphäre mit etwas ganz Reichem gefüllt. Ein kleiner Mann, wenn er so neben einem stand, aber es war sofort spürbar, dass er sein Leben seiner (einer) großen Suche gewidmet hat. Und diese Energie und diese Anwesenheit haben sofort tief innen mit ihm verbunden, wenn man empfindlich dafür ist.

Jetzt ist er gegangen und wir sind auf eine sehr ernste Weise aufgerufen, Verantwortung zu übernehmen und das Erbe dieses großen Meisters gebührend zu verwalten, und zu bewahren.
Was für eine Ehre!

Monika Hübner, München

Mehr Informationen zu Abhyasa bei Iyengar Yoga Deutschland e.V.

25.–27.11.16
shifroniEyal Shifroni ist seit 1985 praktizierender Iyengar-Yoga senior Lehrer aus Israel. Schon letztes Jahr hat er uns mit seinem Unterricht begeistert. Seine ruhige, erfahrene Art hat die ganze Gruppe motiviert, Iyengar Yoga wieder neu zu entdecken. Er ist Leiter des renommierten Iyengar Yoga Center of Zichron-Ya’akov und Autor empfehlenswerter Bücher wie:
A Chair for Yoga – A Complete Guide to Iyengar Yoga Practice with a Chair oder Props for Yoga und
Props for Yoga – Volume I und II

Details


Seminarzeiten:
Freitag 25.11. / 18:30–21:00 h
Samstag 26.11. / 10:00–13:00 h und 16:00–18:00 h
Sonntag 27.11. / 9:00–13:00 h

Seminarort:
Modeagentur Mindner
Sturm Plaza 1.OG
Karl Weinmair-Straße 6
80807 München

Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln einfach zu erreichen:
Vom Zentrum Schwabings „Münchner Freiheit“ mit der Tram 23 (Richtung „Schwabing Nord“) bis Anna-Albers-Straße und von dort 4 Minuten zu Fuß.
Hier der dazugehörige Google-Maps-Ausschnitt.

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in english: registration form

10.02. – 20.02.2021

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Mit Monika Hübner und Elisa Bruni:
Zehn Tage lang  „Yoga intensiv“

Stilles Sitzen am Morgen und die danach folgende Pranayama-Sequenz schaffen uns ideale Voraussetzungen, um Körper und Geist einzustimmen auf die Asana-Arbeit. Unser Wunsch ist es, eine Balance zu finden, körperlich, energetisch und geistig/mental. Der „indische Spirit“ bietet uns  eine gute Unterstützung.
Die Gruppe ist überschaubar  (max. 15 Teilnehmer) und Elisa und Monika gestalten den Unterricht gemeinsam. Das intensive Arbeiten an den Positionen soll das Verständnis für den eigenen Körper wecken und intensivieren. Das ist eine gute Gelegenheit, mehr über sich zu erfahren, die eigenen „Baustellen“ zu entdecken und an ihnen zu arbeiten.
Zusätzlich ist es einfach eine wunderbare Umgebung, um in der freien Zeit zu entspannen und loszulassen. Das Ambiente tut alles dafür.

Hier die Stimme einer Teilnehmerin vom diesjährigen Goa Retreat:
„….einfach unglaublich, ich würde es gleich wiederholen!“

 

Details


9 Tage Vollpension / 10 Übernachtungen / Yogaunterricht vom 10.02. – 20.02.2021
im Doppelzimmer € 1.250,— pro Person
im Einzelzimmer € 1.475.— pro Person (nur beschränkt verfügbar)
Early bird Vergünstigung: Anmeldung bis 29. Februar 2020 – 20%!

Der Ort
Verla Canca ist ein kleines Dorf in Goa, zwischen Mapusa und Anjuna Beach.

Unterbringung
Das Satsanga Retreat Center gilt als eines der schönsten in ganz Indien. Olaf und seine Frau Emma haben mit viel Liebe eine Oase geschaffen, wo man sich wirklich wohl fühlen und entspannen kann. Beides gute Voraussetzungen für die Körperarbeit. Der wunderschöne Swimming Pool ist eingebettet in eine Gartenanlage und überall gibt es kleine Rückzugsplätze.
Die Zimmer sind hübsch eingerichtet und werden täglich gereinigt. Alle drei Tage werden Bettwäsche und Handtücher gewechselt. Jedes Zimmer verfügt über ein eigenes Badezimmer mit heißem Wasser.
Meistens gibt es auch Internet im Bereich um die Rezeption. Die Damen dort sind in allen Fragen hilfsbereit und freundlich.
Das Essen wird 3 x täglich als Buffet angeboten und kann als klassisch indisch/ayurvedisch bezeichnet werden. Auf individuelle Bedürfnisse (glutenfrei/lactosefrei etc.) wird eingegangen. Tee und Trinkwasser stehen jederzeit zur Verfügung.
Ayurvedische Massagen (Abhyanga, Shirodhara etc.) können jederzeit gebucht werden und finden im Haus statt.Olaf und Emma haben einen wirklich erstaunlichen Stab an Angestellten – alles Ansässige aus dem Ort – die freundlich und zuvorkommend ihr Bestes für die Gäste geben. Es herrscht eine familiäre Atmosphäre.
Es gibt zwei Shalas (Übungshallen), eine große und eine kleine. Sie sind mit allen Iyengar-Hilfsmitteln ausgestattet und schon wenn man sie betritt, fühlt man sich inspiriert. Von beiden aus hat man einen wunderbaren Ausblick auf das Ambiente. Die Geräusche der Natur (Vögel und andere Tiere) sind wirklich unglaublich, so bunt und wunderbar.

Stundenplan
Morgenklassen: Meditation, Pranayama und Asanas. (6:30-10:00 Uhr)
Nachmittagsklassen: Vertiefung der Asanas und regeneratives Üben. (17:30-19:00)  Uhr)
Zwei Nachmittage gibt es zur freien Verfügung.
09.02.21: Ankunft – individuelle Anreise

Die Anreise
Die Anreise ist selbst zu organisieren und nicht im Preis inbegriffen. Für Indien ist ein Visum notwendig. Ein befreundetes Reiseunternehmen ist euch gerne behilflich, sowohl bei der Organisation des Reisetickets, als auch bei der Ausstellung eines elektronischen Visums. (Reisedienst Mooser)
Vom Flughafen Dabolim (GOI) könnt ihr von einem Taxi abgeholt werden. Wenn wir eure Ankunftszeiten mitgeteilt bekommen, organisieren wir gerne die Abholung (Kosten: ca. 1500 Rupees)
Im oben genannten Preis sind 10 Übernachtungen, 3 Mahlzeiten täglich und der tägliche Yogaunterricht inbegriffen.
Lest auch den Artikel „EXTREMITÄTEN“ auf Monikas’s blog hierzu.

Ihr habt noch Fragen? Einfach melden!

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5. – 8.12.2019
In Holzmannstett, einem Seminarhaus zwischen Grafing und Wasserburg am Inn, findet regelmäßig unser Herbst/Winter-Retreat statt. Auf der Website des Hauses steht: „Die stille Großzügigkeit dieses Ortes unterstützt Menschen auf ihrem inneren Weg in ganz besonderer Weise“ – und es stimmt. Wir fühlen uns immer sehr wohl dort. Es gibt eine Sauna dort und meine Ayurveda-Kollegin Helga Mayer-Stein bietet ayurvedische Ganzkörpermassagen an, um unsere „Auszeit“ abzurunden.

Details


Unser Tag beginnt mit stillem Sitzen um 7:00 Uhr. Danach gibt es Pranayama, anschließend gegen 8:30 Uhr Frühstück
Von 10:30 Uhr bis ca. 13:00 Uhr üben wir Yoga-Asanas.
Jeden Tag wechselnde Schwerpunkte und Raum für persönliche Anliegen.
Mittagessen gegen 13:00 Uhr.
Zeit zur freien Verfügung
Ab 17:00 h regenerative Haltungen, Umkehrstellungen und Pranayama.
Um 19:00 h Abendessen.
Manchmal gibt  es ein Abendprogramm; oft schauen wir uns einen thematisch passenden Film an oder lesen aus den Sutren oder anderen Texten zum Yoga (optional).
Die Anreise ist am Donnerstag, 5.12. bis 10:00 Uhr.
Direkt im Anschluss findet die erste Übungseinheit statt.
Abreise am Sonntag, 08.12. nach dem Mittagessen.
(In besonderen Fällen kann nach Absprache später dazu gekommen werden. z.B. Fr-So)
Es stehen 12 Zimmer zur Verfügung; davon EZ und DZ/mit und ohne Bad. Sie kosten zwischen 65 € und 90 €, pro Übernachtung und Vollverpflegung. Heiße Pausengetränke sind im Preis inbegriffen. (außer Kaffee, der kostet 1 € pro Tasse)  Bettwäsche und Handtücher werden vom Haus gestellt. Anteilmäßig werden noch die Kosten des Übungsraumes umgelegt. Kosten für den Yogaunterricht 300 €.

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01. – 03.05.2020
genny kapulerGenny praktiziert Yoga seit 1976 und unterrichtet Iyengar Yoga seit 1980. Sie ist außerdem zertifiziert in Alexander Technik und Body-Mind-Centering. Über viele Jahre studierte sie die menschliche Anatomie und setzt dieses Wissen im Unterricht ein. Sie unterhält seit vielen Jahren ein Studio in New York.
Alle, die dieses Jahr, 2017 und 2016 bei ihrem Workshop waren, freuen sich, dass sie wiederkommt. Ihre kompetente und lebendige Art zu unterrichten, erreicht jeden genau an der richtigen Stelle.

Details


Workshop-Zeiten:
Freitag 01.05.20 von 18:30 – 21:00 Uhr
Samstag 02.05.20 von 10:00 – 12:30 Uhr und von 16:00 – 18:00 Uhr
Sonntag 03.05.20 von 9:00 – 13:00 Uhr

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